Morten Lauridsen

Lux aeterna

Gregorio Allegri "Miserere mei"

Mitwirkende

Konzerte

  • 12.11.2017, 17:00 Uhr Kathol. Kirche St. Johann, Sigmaringen 10,-€ an der Abendkasse
  • 25.11.2017, 20:00 Uhr Leonhardskirche, Stuttgart-Mitte Vorverkauf: 15,- /Schüler und Studenten 8,-€
    Abendkasse: 18,-/10,-€ ab 19.30 Uhr
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    • i-punktTelefon: 0711 / 2228-243Adresse: Königstraße 1A, Stuttgart
    • SKS RussTelefon: 0711 / 16353-21Adresse: Charlottenplatz 17, 70173 Stuttgart
  • 26.11.2017, 17:00 Uhr Friedenskirche, Heidelberg Vorverkauf: 15,- /Schüler und Studenten 8,-€
    Abendkasse: 18,-/10,-€ ab 16.30 Uhr
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Programm

Gregorio Allegri (1582-1652)

Miserere

für Chor a cappella

Morten Lauridsen (*1943)

Lux aeterna

für Chor und Orgel

Der Kammerchor Baden-Württemberg lädt zu einem Konzert zum Ewigkeitssonntag ein.
„Lux aeterna“ - Das ewige Licht - ist Titel und Motto des Abends. Eröffnet wird das Konzert mit dem großen „Miserere mei“ („Erbarme dich meiner“) von Gregorio Allegri (1582-1652) für Doppelchor a cappella. Es ist eine der berühmtesten Vertonungen des 51. Psalms und erlangte bereits zu Lebzeiten des Komponisten gleichsam Kultstatus. Das Kopieren des Werkes war bei Androhung der Exkommunikation verboten. Der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde das Werk um 1770 durch eine Niederschrift Mozarts, der das Werk nach einem Messbesuch in der Sixtinischen Kapelle aus dem Gedächtnis niederschrieb.
Nach dem Orgelwerk „Annum per annum“ von Arvo Pärt steht dann im Mittelpunkt des Abends die große Komposition „Lux aeterna“ des Amerikaners Morten Lauridsen (* 1943) für Chor und Orgel (1997). Jeder Teil des fünfteiligen Zyklus, für den Lauridsen selbst die lateinischen Texte auswählte, hat Bezug zum „Licht". Lauridsen komponierte „Lux aeterna“ als Antwort auf die todbringende Krankheit seiner Mutter und empfand großen Trost bei der Vertonung dieser zeitlosen und wunderbaren Worte über das „Licht", ein universales Symbol der Erleuchtung auf allen Ebenen – geistig, künstlerisch und intellektuell – so der Komponist selbst. Der Kammerchor Baden-Württemberg unter der Leitung von Jochen Woll wird an der Orgel begleitet von Bruno Hamm.



Lauridsen: Lux Aeterna (Das ewige Licht) – für Chor und Orgel, uraufgeführt 1997.

Lauridsen selbst schreibt über Lux Aeterna: Jeder der fünf miteinander verbundenen Sätze in diesem Chorzyklus, der aus verschiedenen geistlichen lateinischen Texten zusammengestellt ist, hat Bezug zum „Licht". Ich komponierte Lux Aeterna als Antwort auf die todbringende Krankheit meiner Mutter und empfand großen Trost bei der Vertonung dieser zeitlosen und wunderbaren Worte über das „Licht", ein universales Symbol der Erleuchtung auf allen Ebenen – geistig, künstlerisch und intellektuell.
Für Lux Aeterna wählte ich als Ausgangspunkt die geistliche Musik der späten Renaissance, besonders die des Josquin des Prez, um eine stille, direkte und verinnerlichte Meditation über das Licht zu schaffen, und bediente mich hauptsächlich der konsonanten Harmonien, des komplizierten Kontrapunkts, der formalen Fortschreitungen und sprechgesangähnlichen melodischen Linien dieser Zeit.
Das Werk beginnt und schließt mit Anfang und Ende der Totenmesse (Requiem); die mittleren drei Sätze sind dem Te Deum (einem altkirchlichen Hymnus aus dem 3. bis 5. Jahrhundert), dem Hymnus O nata Lux (aus dem Morgengottesdienst am Fest der Verklärung Christi, 10. Jahrhundert) und dem Veni, Sancte Spiritus (der Pfingstsequenz, um 1200) entnommen.
Der eröffnende Teil Introitus führt verschiedene Themen ein, die im Verlauf des Stückes wiederkehren, und bringt einen ausgedehnten Kanon über „et lux perpetua" („das ewige Licht"). Der Teil In Te, Domine speravi enthält unter anderen musikalischen Elementen den Cantus firmus „Herzliebster Jesu" und einen ausführlichen Spiegelkanon über „fiat misericordia". O Nata Lux und Veni, Sancte Spiritus sind paarig angelegte Gesänge: ersteres eine A-cappella-Motette im Zentrum des Werkes und letzteres ein lebendiger, jubelnder Lobgesang. Ein stiller Agnus-Dei-Satz geht dem abschließenden Lux Aeterna voraus, welches den Anfang des Introitus wieder aufnimmt, und mit einem freudigen und feierlichen Alleluja schließt.

Morten Lauridsen wurde 1943 im Staate Washington als Sohn dänischer Einwanderer geboren und wuchs in Portland (Oregon) auf. Seit 1972 unterrichtet er als Professor für Komposition an der University of Southern California Thornton School of Music. In den Jahren 1994 bis 2001 wirkte er als Composer in Residence des Los Angeles Master Chorale. Lauridsens Werk, das ausschließlich aus Vokalmusik besteht, wurde mit vielen Preisen gewürdigt. 2007 erhielt der Komponist die National Medal of Arts verliehen, die höchste Auszeichnung, die von der amerikanischen Regierung an Künstler vergeben wird.
Margot Feinendegen
Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Verbandes Deutscher KonzertChöre.



Das Miserere von Gregorio Allegri ist eine berühmte A-cappella-Vertonung von Psalm 51 (Ps 50 Vul in der Zählung der Vulgata). Allegri schrieb es vermutlich in den 1630er Jahren, während er unter dem Pontifikat von Urban VIII. päpstlicher Kapellsänger in Rom war. Es wurde in der Sixtinischen Kapelle bis 1870 in der Karwoche in den Karmetten als erster Psalm der Laudesgesungen. Das Kopieren der Partitur und die Aufführung an anderen Tagen wurde schließlich bei der Strafe der Exkommunikation verboten, so dass Allegris Miserere bald von einem Mythos umgeben war.
Der vierzehnjährige Wolfgang Amadeus Mozart soll das Stück 1770 bei einem Romaufenthalt zum Mittwochsgottesdienst gehört und später aus dem Gedächtnis korrekt aufgeschrieben haben. Zwei Tage später ging er zum Karfreitagsgottesdienst, um kleinere Korrekturen vornehmen zu können. Später traf er auf seinen Reisen den englischen Historiker Charles Burney, der das Stück übernahm und nach London brachte, wo es 1771 veröffentlicht wurde.

Morten Lauridsen

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