James Whitbourn

Annelies

Oratorium nach Texten der Tagebücher Anne Franks

Mitwirkende

Konzerte

  • 13.11.2021, 20:00 Uhr Leonhardskirche, Stuttgart-Mitte
  • 14.11.2021, 17:00 Uhr Friedenskirche, Heidelberg

Das Oratorium „Annelies“ von James Whitbourn entstand in Gedenken an die Tagebücher von Anne Frank und wurde 2005 erstmalig in der Westminster Hall in London uraufgeführt. Das Werk ist zu hören in der Fassung für Solo-Sopran, Chor, Streichorchester und Kammermusik-Ensemble (Klarinette, Violine, Cello und Klavier).

Der britische Komponist verbindet zeitgenössische Chormusik mit spätromantischen Elementen und mit der Klezmer-Tradition. Dabei verwendet Whitbourn Rückgriffe auf traditionell jiddische Musiken ebenso wie Zitate von Filmmusik und "klassischer" Musik. Niederländische, englische und deutsche Sprache stehen wie selbstverständlich nebeneinander.
Die Schriftstellerin Melanie Challenger schrieb das Libretto in drei Sprachen. Es beschreibt inhaltlich einen Ausschnitt des Lebensweges der jungen Anne Frank, die mit ihren Tagebüchern ein Synonym für die Unterdrückung und Verfolgung von ausgegrenzten Menschen und dem jüdischen Volk im Dritten Reich werden sollte.
Das Oratorium erzählt die Schlüsselstellen der Tagebücher: Vom Plan, sich zu verstecken über die letzte Nacht zu Hause und die Beschreibung des Lebens im Versteck, den Ängsten bei Luftangriffen der Alliierten, die dennoch immer mit der Hoffnung auf die nahende Befreiung verbunden waren, bis hin zum Verrat durch einen bis heute Unbekannten und der Verschleppung zum Sammellager Westerbork. Als Schlusspunkt nach dem tragischen Ende durch Gefangennahme und den Tod im Konzentrationslager Bergen-Belsen setzt Whitbourn zwei Textstellen aus dem Tagebuch vom Februar und Juli 1944 unter dem Titel „Anne's meditation", die so schließen: „As long as you can look fearlessly at the sky,you'll know you are pure within." „Solange du ohne Furcht in den Himmel schauen kannst, weißt du, dass du innerlich rein bist." Die Botschaft von „Annelies" ist heute aktueller denn je: Alle Menschen sind vor allem Menschen und sollten so - ohne Vorurteile - wahrgenommen und respektiert werden.

Ihr Browser ist veraltet!

Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um diese Website korrekt darzustellen.

Den Browser jetzt aktualisieren×